Analyse-Ergebnisse: 2) Google+/YouTube

Wie Herr Kreuzberger immer so schön zu sagen pflegt, ist das ganze Bloggen ein Lernprozess und gerade, als ich die Google+-Seite von Abercrombie & Fitch öffne, bemerke ich, dass diese als Analysegegenstand rausfällt, da Abercrombie & Fitch den Google+-Kanal erst nach dem Shitstorm bedient hat. Da Abercrombie & Fitch eine Fülle an Social-Media-Kanälen bedient, soll es daran nicht scheitern. Zunächst dachte ich an Tumblr, aber dort konnte ich neben der Share-Möglichkeit keine weiteren Interaktionsmöglichkeiten (z.B. Kommentare) sehen (vielleicht, weil ich nicht registriert bin oder, weil A&F diese Funktion ausgestellt hat). Da ich bei YouTube bei meiner ersten groben Übersicht eine nicht allzu geringe Nutzer-Interaktion festgestellt habe, würde ich Google+ durch YouTube ersetzen, auch, wenn dieser Kanal bei der Social-Media-Studie des Search Engine Journals (siehe hier), auf welche ich mich in meinem letzten Beitrag bezogen habe, nicht aufgeführt ist.

Im Mai wurde zwar kein Video bei YouTube hochgeladen, jedoch zwei Monate später. Ein erster Blick auf die Kommentare zeigt, dass auch hier das Thema aufgeworfen wird.

Insgesamt habe ich vom Februar 2013 vier, vom Juli 2013 (stellvertretend für Mai) ein und vom August 2013 ein Video, also ingesamt sechs Videos analysiert.

Genauere Zahlen sind – wie schon bei der Facebook-Analyse – in Menüpunkt „Analyse“ abgelegt.

Die KPI für YouTube sind:

YouTube:

  • Mag ich (mit einem Facebook-Like zu vergleichen)
  • Mag ich nicht
  • Kommentare
  • R-Comments

Die Ergebnisse habe ich wieder grafisch dargestellt:

AF-YouTube-Interkation_Responsivität
Abbildung 1: YouTube-Kriterien

Im Vergleich zu Facebook fällt auf, dass die Leute eher weniger Mag ich/Mag ich nicht anklicken und die Kommentaranzahl ungefähr gleich ist (deswegen auch meine Einordnung 3/5). Wie auch schon bei Facebook wurde auch auf YouTube auf keinen der Kommentare eingegangen.

Zum Kriterium „Interaktion“ möchte ich noch folgende zwei KPI grafisch darstellen:

AF-YouTube-Likes_Dislikes
Abbildung 2: A&F-YouTube: Mag ich/Mag ich nicht

Nach dem Shitstorm (2 und 3) haben die Videos weniger Mag-ich-Markierungen bekommen. Ob das aber am Shitstorm oder an den Videoinhalten liegt, kann ich nicht sagen.

AF-YouTube-Kommentare
Abbildung 3: A&F-YouTube: Kommentare 

Auch die Kommentare gingen immer weiter zurück. Auch hier kann sich nicht pauschal sagen lassen, ob es am Shitstorm oder anderen Ursachen gelegen hat.

Beim Kriterium „Feedback“ gab es ähnliche Ergebnisse wie bei Facebook:

AF-YouTube-Feedback
Abbildung 4: A&F-YouTube-Feedback

Genau wie bei Facebook haben sich die negativen Kommentare nach dem Shitstorm vermehrt, wie man beispielsweise im Juli 2013 (ca. 25 %) gut erkennen kann. Im Februar lag das negative Feedback bei circa 15 Prozent, welchen Stand es im August fast wieder erreicht hat (ca. 18 %).

In meinem nächsten Beitrag werde ich mich dem letzten Teil meiner Analyse der Online-Kommunikationswerkzeuge von Abercrombie & Fitch widmen – Twitter.


Quellen:
Online:
Jones, K. (2013). The Growth of Social Media v2.0 [INFOGRAPHIC]. Search Engine Journal. Abgerufen am 11.02.2014 von http://www.searchenginejournal.com/growth-social-media-2-0-infographic/77055/
Bilder:
Abbildung 1-4: Eigene Darstellung

6 Gedanken zu „Analyse-Ergebnisse: 2) Google+/YouTube

  1. Hallo Melanie, ich habe eine Frage zu dem YouTube-Kanal von A&F. Um welche Inhalte handelt es sich denn bei den Videos , die du analysiert hast? Handelt es sich dabei mehr um Produkt-Werbung oder um die Darstellung des Unternehmens? Sind diese Videos eher informativ oder unterhaltend und sollen sie die User eher emotional ansprechen? Bei solchen Videos wie dem das du in einem früheren Beitrag mal verlinkt hast, wo diese halbnackten A&F-Typen zu „call me maybe“ tanzen, finde ich, hat das an sich keinen richtigen Informationsgehalt und ist damit nicht wirklich geeignet, um den Usern viele Kommtentare zu entlocken. Das ist meiner Meinung eher etwas, das man sich mal kurz anguckt und vielleicht sogar noch auf den „gefällt-mir“-Button klickt, aber womit man sich sonst eben nicht näher mit auseinander setzen kann.

    • Hallo mellimella,
      bei den Videos handelt es sich um Videos, die beispielsweise auch auf Facebook gepostet werden. Oft sind es Videos von Greetern, die beispielsweise eine Art Privatvideo machen, wie sie zum Beispeil Ski fahren (es soll zumindest der Eindruck erweckt werden, dass das ein Privatvideo ist). Hier bestätigt sich auch wieder, dass A&F auf persönliches Involvement setzt. Am Anfang meines Blogs, als ich auf das Konzept eingegangen bin, habe ich ein Video gepostet (Life as a Greeter), welches ein Video einer ganzen Serie ist. Das Ganze ist wie eine Doku über das Leben als Greeter aufgebaut. Ich denke, dass die Intention dahinter ist, bei A&F arbeiten zu wollen, da man sieht, wie diese Greeter gehyped werden und wie viel Spaß sie dabei haben. Solche Videos, in denen dafür geworben wird, bei A&F zu arbeiten, sind auch oft auch dem YouTube-Channel zu finden. Aber auch – wie du angemerkt hast – Videos wie zu „Call me maybe“, in denen die halbnackten Greeter zu sehen sind.
      An sich hat das Ganze keinen wirklichen Informationsgehalt, da hast du Recht, aber die Videos spiegeln eigentlich nur das Konzept wieder, das ja gelingt.
      Meiner Meinung nach liken die Leute die Videos einerseits, weil sie eben die sexy Greeter toll finden, wegen dem persönlichen Involvement, da sie durch die Videos vielleicht auch bei A&Farbeiten wollen oder auch, weil sie ein genereller Fan von A&F sind und alles toll finden, was damit in Zusammenhang steht.

  2. Ich finde es erstaunlich, dass A&F anscheinend Social Media übergreifend keine Krisenkommunikation geführt hat. Aber wie du schon erläutert hast in einem anderen Post, sind die Verkaufszahlen dadurch nicht gesunken. Das Unternehmen scheint also gut weg gekommen zu sein, was mich echt wundert. Mich würde auch interessieren, ob das kritisierte Thema in den Videos behandelt wurde, nicht als Reaktion auf den Shitstorm, sondern ob sie dort auch den Schönheitswahn und die damit verbundene Kleidergrößen-Begrenzung thematisieren.

  3. Zu den Youtube-Kommentaren: Ein Grund für den Rückgang könnte auch sein, dass man seit einer Weile über seinen Google+ Account kommentieren MUSS. Soll heißen, Klarnamenpflicht bei den Kommentaren. Konnte man sich vorher hinter einer gewissen Anoymität verstecken, muss man jetzt eben „Gesicht zeigen“.

    • Danke für den Hinweis! Da ich Google+ selbst nicht nutze und zwar einen YouTube-Account habe, aber selbst nie etwas kommentiere, war mir das bisher unbekannt. Eindeutig ein Grund, der berücksichtigt werden muss!

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