Nachtrag: Theorie die Zweite (Shitstorm)

Erst diesen Montag wiederholte Herr Kreuzberger im Seminar, dass das Bloggen ein Lernprozess sei, Fehler also erlaubt und wir als Studierende auf Korrektheit getrimmt seien. In meinem Post einen Tag später passierte mir genau das: Ich interpretierte ein Modell, lag damit jedoch nicht so richtig wie ich zunächst annahm. Das Shitstorm-Modell von Tim Ebner (vielen vielleicht auch als Shitstorm-Schnüffler bekannt) konnte ich zunächst nicht ganz erfassen. Ich las mir andere Blogs und Online-Artikel durch und dachte mir, dass der Teil des komplexen Modells, in dem in all den Artikeln und Blogeinträgen nicht eingegangen wurde doch bestimmt eigenständig erschlossen werden könnte. Gesagt, getan, gebloggt und dann kam auch schon direkt eine Reaktion – von Tim Ebner persönlich. Seine Diplomarbeit zum Thema hatte ich aus Zeitgründen nicht gelesen und so stimmte zwar der Teil, den ich mir durch die Artikel erschloss, jedoch nicht der Teil, den ich eigens interpretiert hatte.
Ich möchte an dieser Stelle also anmerken, dass ich das sehr komplexe Thema Shitstorm aus Zeitgründen leider nur anreißen kann, da ich mich nun nach und nach dem eigentlichen Thema, nämlich der Imageanalyse des A&F-Shitstorms, widmen möchte. Das Thema ist also viel komplexer als von mir nur kurz erwähnt. Ich kann aus diesem Fehler nur lernen und bin natürlich auch für das Feedback dankbar, da es mir vor allem bei manchen Begriffen gezeigt hat, dass ich diese falsch verstanden habe.

Von einer solchen „Panne“ hat auch Angelika Stern in ihrem Blog berichtet: http://sternchentui.wordpress.com/2013/12/04/panne/.

Nun von einer Fehlinterpretation zur Shitstorm-Skala, die ich in meinem letzten Beitrag erwähnt habe:
Zwei Followerinnen haben sich sehr für diese Skala interessiert und deswegen möchte ich gerne die sich daraus ergebenden Fragen beantworten:

Frage 1: Wird diese wirklich von Unternehmen eingesetzt?
Inwiefern diese wirklich in Unternehmen eingestezt wird, kann ich dir leider nicht sagen. Ich kann dir nur sagen, dass sie vor allem für Unternehmen und deren Social-Media-BetreuerInnen hilfreich ist, da mithilfe der Skala die Dynamik des Shitstorms abgelesen werden kann und so gesehen werden kann, wann es an der Zeit ist, zu handeln, um der rauen See und dem starken Wind zu trotzen (siehe auch: http://t3n.de/news/shitstorm-skala-herrscht-schwere-384338/).

Frage 2: Gibt es auch verschiedene Maßnahmen innerhalb der Krisenkommunikation die eingesetzt werden bei einer “schwachen Brise” oder einem “Starken Wind”?
Die Maßnahmen sind immer unternehmensabhängig, es kommt also ganz auf das Krisenmanagement der Unternehmen drauf an. Deswegen kann ich dir hierauf keine einheitliche Antwort geben.

 


Quellen:
Online:
Brien, J. (2012). Shitstorm-Skala: Wann herrscht schwere See?. t3n. Abgerufen am 12.12.2013 von http://t3n.de/news/shitstorm-skala-herrscht-schwere-384338/

Stern, A. (2013). Panne!. Interne Unternehmenskommunikation von Rundfunkanstalten. Abgerufen am 12.12.2013 von http://sternchentui.wordpress.com/2013/12/04/panne/

4 Gedanken zu „Nachtrag: Theorie die Zweite (Shitstorm)

  1. Hallo Melanie, vielen Dank für die Beantwortung der Fragen. Mal schauen, vielleicht kannst du ja beim genaueren untersuchen des Shitstorms von A&F feststellen, was für Maßnahmen bei einem bestimmten Skalenwert eingesetzt wurden.

  2. Ich stehe mich meinem Fehler nicht alleine da, schön das zu sehen! Natürlich wünsche ich keinem ein faux-pas, nichts desto trotz zeigt es, dass wir alle noch Studieren und obwohl wir „auf Korrektheit getrimmt seien“, sich dennoch Fehler einschleichen. Lass dich davon nicht verunsichern, melchenbelchen :)!

  3. Heyho Melanie,

    ich war doch selbst gerade erst noch Student 😉 Also auch ich mache Fehler.

    Ein Extra-Nachtrag wäre jetzt eigentlich nicht notwendig gewesen, allerdings ist es schon sehr stark, dass Du offen zu der Fehlinterpretation stehst. Kurz zum Hintergrund: Seeding ist eine sehr wichtige Ursache mit der Verbreitung von Shitstorms (und auch viraler Spots) zu tun, ist aber nicht das Gegenteil von Spillover. Für Alle, die sich über das Thema Seeding interessieren: Im Viralmarketing bezeichnet man Seeding als „initial WOM-sequence between the first sender and the first receiver of WOM“ und eine Seedingstrategie als „the initial set of targeted consumers chosen by the initiator of the viral marketing campaign“. Wenn diese Seedingstrategie Hubs beinhaltet, ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine hohe Anzahl von Menschen erreicht wird, besonders hoch. Mehr zum Thema Hubs kann man bei Thomas Hutter lesen (hier klicken).

    Viele Grüße aus Düsseldorf,
    Tim

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