Aller (theoretischer) Anfang ist schwer

Ursprünglich wollte ich den theoretischen Teil meiner Recherche so aufbauen, dass ich mir Shitstorm-Definitionen heraussuche und diese in einen logischen Kontext bringe. Leichter gesagt als getan, denn Bücher über Shitstorms an sich gibt es nicht – zumindest nicht in der Universitätsbibliothek. Anja, eine Followerin meines Blogs, verwies mich auf das Shitstorm-Modell von Ebner, das plausibel klang und zumindest schon mal ein Anfang war. Dank eines anderen aufmerksamen Bloggers, Christian, der aktuell zum Thema Shitstorm an der TU Ilmenau promoviert und von der W&V als „Dr. Shitstorm“ bezeichnet wurde, erfuhr ich, dass  Ebner keine kommunikationswissenschaftliche sondern eine marketingbezogene Sicht mit seinem Modell vertritt. Er verwies mich auf Kommunikationswissenschaftler wie Thießen oder Coombs, die mit ihren Ansichten über Krisenkommunikation hilfreich sein können. Seinen Tipp, mich dadurch an das Thema Shitstorm anzunähern nahm ich mir zu Herzen. So fing ich also an, über Krisenkommunikation zu recherchieren (hierzu wurde ich auch in der Universitätsbibliothek mehr als fündig).

Gleichzeitig hatte ich diese Woche das Seminar zu diesem Blog, in dem ich darauf gestoßen wurde, selbst zu überlegen, wo ich das Thema Shitstorm einordnen würde. Ein weiterer Hinweis, den ich bisher noch nicht in Betracht gezogen habe und dankbar annehme.

Meine neue Vorangehensweise ist also nun, dass ich meinen Theorieteil in drei Teile splitten möchte:
1) Was ist Krisenkommunikation?
2) Was ist ein Shitstorm?
3) Was ist meine eigene Definition eines Shitstorms?

Ihr dürft also gespannt sein und mich auf meinem Weg, dem Begriff Shitstorm etwas näher zu kommen, begleiten.

7 Gedanken zu „Aller (theoretischer) Anfang ist schwer

  1. Ich finde es klasse, wie du es versuchst dich schon einmal in alle Richtungen über das nun wirklich noch unerforschte Thema „Shitstorm“ zu informieren. Dass der Begriff und das Forschungsthema Shitstorm somit noch in den Kinderschuhen steckt kann aber genauso gut ein Vorteil für deine Forschungen sein, da sich ein ganz neues Feld für dich eröffnet. Ich freue mich schon zu verfolgen, wie du dich dem Thema im Laufe der Zeit annähern kannst.
    Hast du auch vor das Thema noch an einem konkreten Beispiel aufzuziehen oder wirst du dich auf verschiedene aktuelle Vorkommnisse beziehen?

    • Liebe Stella,
      es freut mich, dass dich das Thema Shitstorm interessiert und du meinem Blog folgst. Das Thema möchte ich am Beispiel Abercrombie & Fitch aufziehen, welches ja relativ aktuell ist. Näheres dazu folgt nach den Theorie-Posts.

  2. Ich glaube auch, dass es besser ist die Theorie zu diesem Thema etwas aufzusplitten. Auch finde ich es wichtig, wie du zuerst auf Krisenkommunikation eingehst. Ich frage mich, als was der Shitstorm in Bezug auf die Krisenkommunikation fungieren kann. Ist er einerseits die unabhängige Variable (wegen ihm muss Krisenkommunikation betrieben werden)? Oder ist er die abhängige Variable (aufgrund fehlender Krisenkommunikation entsteht ein Shitstorm)? Von welcher Seite betrachtet du den Shitstorm?

    • Liebe Anika,
      zunächst werde ich mich theoretisch mit Krisenkommunikation und Shitstorms auseinandersetzen und meine Erkenntnisse dann auf den A&F-Shitstorm beziehen. Deswegen kann ich dir aktuell noch keine Antwort auf deine Frage geben, bin dir aber dankbar für den Einwurf und werde versuchen, deine Frage zu beantworten.

  3. Hallo melchenbelchen,
    Ich finde deinen jetzt gewählten Ansatz ebenfalls gut! Ich selbst hatte Schwierigkeiten mich meinem Thema „Interne Unternehmenskommunikation von Rundfunkanstalten“ zu nähern, zumal ich das Beispiel anhand eines Senders in Málaga gewählt habe. Mit meiner Aufsplittung fiel es mir letztendlich auch leichter, mich an dieses Thema heranzutasten und hoffe, dass dir das ebenfalls gelingt! Ich bin schon sehr gespannt :)!

  4. Hallo Melanie!
    Sehr lieb von dir, dass ich Erwähnung in deinem Post finde 😉
    Ich finde es sehr schön, dass du uns hier einmal zeigst, wie du an das Thema rangehen willst – sehr nachvollziehbar!

  5. Pingback: Theorie die Zweite: Shitstorm | AFter-Shitstorm-Image

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